Harte Standortbedingungen

Die Steppen-Glockenblume (Campanula sibirica) stößt in der Uckermark an ihre westliche Verbreitungsgrenze

Die Steppen-Glockenblume (Campanula sibirica) stößt in der Uckermark an ihre westliche Verbreitungsgrenze

Trocken- und Steppenrasen lassen sich nur unter härtesten Standortbedingungen entwickeln und v.a. mit vertretbarem Aufwand erhalten. Zwar leiden auch die charakteristischen Pflanzenarten dieses Extremstandortes unter Hitze-, Trockenheit und Nährstoffarmut. Sie leiden aber eben weniger, als andere Arten und sind nur hier konkurrenzfähig. Das typsiche Bild flirrender Mittagshitze über trockenen Gräsern, schüttere Vegetationsdecken mit offenen Bodenstellen entsteht nur unter erschwerten Bedingungen.

Im zentralen, vollsonnigen Bereich des Margarethenhofs gedeihen auf etwa 600 m² durch Variationen der Bodensubstrate unterschiedliche Typen von trockenheitstoleranten Magerrasen:

Der Federgras-Steppenrasen wird im Hochsommer maßgeblich durch die langen Grannen des Reiher-Federgrases (Stipa pulcherrima) und des Haar-Pfriemengrases (Stipa capillata) unverkennbar sein.

Im niedrigen, schütteren Kalk-Trockenrasen bildet das Schillergras (Koeleria glauca) die Matrix für niedrige Begleitkräuter wie die Karthäuser Nelke (Dianthus carthusianorum).

Ähnlich niedrig und schütter in der Vegetationsbedeckung sind die Flächen des bodensauren Sand-Trockenrasens. Hier sind die borstigen, blau-grünen Horste des in der Gartenkultur völlig misachteten Silbergrases (Corynephorus canescens) prägend. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Flechten und Moose in diesem für Brandenburg so typischen Pionier-Rasen.

Eine dichte, höhere Vegetationsdecke bilden die Salbei-Magerwiesen, in denen u.a. die namensgebende Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) individuenreich vertreten ist.

Einen großen Flächenanteil wird ein am Vegetationsbild von alten Schaftriften orientierter Bereich einnehmen. Hier dominieren weniger die Gräser als vielmehr Weideunkräuter wie Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) oder der Gemeine Wacholder (Juniperus communis).

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