Erste Schritte

Wir haben im Mai 2014 mit den Arbeiten an den Steppen- und Magerrasen begonnen. Hierzu wurde eine vorhandene Sandaufschüttung umgelagert. Auf einer Fläche von etwa 600 m² entstand so eine zwischen 60 und 80 cm mächtige Sandschicht auf dem anstehenden Lehmboden. Auf eine zusätzliche Wurzelschutzfolie zwischen Lehm- und Sandboden wurde verzichtet. Wir gehen davon aus, dass die Schichtdicken ausreichen, um eine Durchwurzelung bis zum Lehmboden weitgehend zu verhindern. Außerdem wollten wir den Wurzelhorizont nicht zu stark beschneiden, da die meisten Steppenrasen-Arten ihre Trockenheitsresistenz maßgeblich aus ihrem weit- und tiefreichenden Wurzelwerk ziehen. Die Etablierung der Vegetationsdecke erfolgt überwiegend aus Saatmaterial, das in der weiteren Umgebung gesammelt wurde, über die Erfahrungen berichten wir ab dem Frühling 2015.

Pionier-Sandtrockenrasen im Mai 2015 mit bestandsbildendem SIlbergras

Pionier-Sandtrockenrasen im Mai 2015 mit bestandsbildendem Silbergras

Den Sandboden haben wir leicht modelliert, so dass ein Mikrorelief mit minimal varierenden Standortbedingungen entsteht. Die Bereiche der zukünftigen Kontinentalen Steppenrasen wurden oberflächlich mit einer etwa 5 cm starken Schicht Lehmboden bedeckt. Wir hatten Sorge, dass der Sand im Sommer verweht werden könnte. Diese Sorge war unbegründet, da der Margarethenhof erstaunlich windgeschützt liegt. Allerdings gedeihen Kalk-Magerrasen am Naturstandort fast immer auf mindestens anlehmigen Substraten, so dass die Maßnahme trotz der eingebrachten Nährstoffe gerechtfertigt war. Die Bodenreaktion wurden zudem mit Hilfe von Gartenkalk  in den alkalischen Bereich verschoben. Die Flächen für den bodensauren Sandtrockenrasen erhielten einen 5-10 mm starken Auftrag von Fichtennadeln. Auch hier wäre der Sand ohne dem ebenfalls nicht verweht worden. Allerdings erwies sich die hauchdünne Mulchschicht als hilfreich bei der Etablierung der Initialbepflanzung, hielt sie doch die Bodenoberfläche im Sommer etwas kühler und feuchter. Außerdem wirkte der Rasen von Anfang an recht natürlich, da Sandtrockenrasen in Brandenburg sehr oft im Biotopmosaik mit Kiefernwäldern stehen. Gleichwohl erwiesen sich selbst die paar Fichtennadeln als relevante Stickstoffquelle …

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